Es war einer meiner Träume diese Insel zu besuchen und er wurde war. Nicht als Rundreise, sondern zwei Wochen in einem schönen Hotel am Indischen Ozean südwestlich von Indien. Ein Land verschiedenster Kulturen unweit des Äquators mit vielfältigster Natur, Gewürzen wie Zimt und Muskat und reichhaltigem Obstangebot wie Bananen, Mangos, Melonen, Guaven und auch voller Gegensätze. Gegensätze zwischen einfachster Lebensweise oder modernster westlicher Kultur. Für mich zwei Wochen kompletter „Reset“ und unzählige Eindrücke, von denen ich hier einige teilen möchte.
Kurz einige Details zu Sri Lanka selbst. Ein Land mit ca. 22 Mio. Einwohnern, singalesisch als eigene Sprache und der Hauptstadt Colombo an der westlichen Küste. Kolonialisiert von Niederländern, Portugiesen und Briten und 1972 vom alten Namen Ceylon in Sri Lanka umbenannt. Was vom Namen Ceylon übriggeblieben ist, ist der noch heute nach ihm benannte Ceylon Tee eines der wichtigsten Exportartikel Sri Lankas. Sri Lanka ist der drittgrößte Tee Exporteur der Welt und der Besuch einer der Teeplantagen und Fabriken im Zentrum des Landes ist echt empfehlenswert. Aufgrund der Lage der Plantagen wird das ganze Jahr über Tee geerntet.

Wer übrigens Ausflüge plant, sollte sich Fahrer und Tourguide leisten. Das Fahren auf der Autobahn ist noch entspannt, doch sobald es auf die Landstraße geht, oder durch Ortschaften ist es besser das Fahren Einheimischen zu überlassen. Weshalb? Weil so eine Fahrspur meist gefüllt ist von mindestens drei Fahrzeug Kategorien, Roller, Tuk-tuk, PKWs und dann kommt meist noch ein Bus und das in beide Richtungen. Oft noch begleitet von freilaufenden Hunden und Rindern.
Unser erster Ausflug führte uns in den wunderschönen Nationalpark Udawale. Da ist wichtig frühzeitig (gg. 08:00 Uhr) da zu sein, um die Tiere noch in der Morgenaktivität zu sehen. Mit steigender Temperatur am Vormittag verschwinden dann die meisten im Dickicht. Ein wunderschönes Erlebnis mit Elefanten, Wasserbüffeln, Hirschen, Krokodilen, Schakalen, Geckos, Pfauen und vielen anderen Vogelarten.
Danach gab es noch einen Abstecher in eine Elefanten Aufzucht Station. Hier werden verlassenen junge Elefanten aufgezogen, bis sie groß genug sind wieder ausgewildert zu werden.

Sri Lanka ist sehr geprägt vom Buddhismus und es die buddhistischen Tempel begleiten einen auf jeder Tour. Sehenswert ist auf jeden Fall der Zahntempel in Kandy. Hier wird ein Zahn Buddhas aufbewahrt. Die Verehrung des Zahns beruht auf der Vorstellung, in ihm sei die spirituelle Kraft des Buddha gespeichert. Der Tempel ist sehenswert. Und zu bestimmten Zeiten (5:30, 9:30, 18:30 Uhr) öffnen sich die Türen des Schreins und man kann einen Blick auf den Schrein werfen.

Wer bei einem Besuch der Hauptstadt Colombo noch einen Tempel besuchen möchte, der sollte definitiv in den Gangaramaya Tempel gehen. Dieser ist einer der ältesten buddhistischen Tempel in Colombo und international sehr anerkannt. Er beherbergt unzählige Spenden und Geschenke aus aller Welt, die man in verschiedensten Vitrinen besichtigen kann. Außerdem sind in diesem Tempel wundervoll ausgestattetet Räume zu besichtigen.

Und weil wir gerade in Colombo sind, hier noch einige Impressionen aus der Hauptstadt. Hier finden sie hochmodernes Leben neben alter Bebauung und teilweise noch einfachen Blechhütten. Wer das ganze einmal von oben betrachten möchte, besucht den Lotus Tower und hat von da aus einen 360 Grad Blick aus ca. 250 m Höhe auf Colombo. Geheimtipp für Fans von Leinen Bekleidung, lasst euch zu CoCo (Cotton Collection) fahren.

Ein weiteres spektakuläre Sehenswertes sind die Schildkröten Aufzuchtstationen im südlichen Inselbereich. Mehrere Seeschildköten Arten legen regelmäßig ihre Eier am Strand ab und diese haben sehr viele Fressfeinde, wie z.B. die Schakale. Um das Überleben der Schildkröten nachhaltig zu sichern, werden an mehreren Stellen die Eier ausgraben in den Stationen ausgebrütet und nach ca. 5 Tagen verlassen die jungen Schildköten dann über den Strand die Insel ins Meer. Wir durften die kleinen Schildkröten auch einmal in die Hand nehmen und spüren wieviel Kraft schon deren Armen steckt. Einige Tage später hatte ich die Chance bei einem Badeabstecher im Meer auf 2 ca. 1,20 große freilebende Schildkröten zu treffen und einen ihrer Panzer zu streicheln.

Und hier natürlich noch das Wichtigste, das Hotel. Ich habe den Luxus eine Cousine im Reisebüro zu haben, die mir für unsere Reisen schöne Locations aussucht und am Ende fiel die Entscheidung auf die Heritance Ahungalla ca. 100 Kilometer südlich von Colombo.
Einfach traumhaft, freundlich, zuvorkommend, ein spitzenmäßiges und leckeres Essen. Zwei Pools mit Meerblick in grüner Wohlfühlatmosphäre. Jeden Abend Musik an der Bar – abschalten und genießen.
Wer jetzt Lust bekommen hat, hier gibt’s mehr Infos:
https://www.heritancehotels.com/ahungalla/

Und wer einen deutschsprachigen Tourguide sucht, der ist bei ihm ziemlich gut aufgehoben: https://www.ranga-tours-sri-lanka.de/
Wer ihn anschreibt gerne mit Grüßen von Volker aus Zwickau.
Zum Abschluss noch einen Ausflugtipp an südlichen Zipfel von Sri Lanka. Hier kann man die Stadt Galle besuchen. Hier treffen die verschiedensten Kolonialkulturen mit der Kultur Sri Lankas zusammen. Und man kann alte Hafenbefestigungen sowie kleine malerische Gassen mit Einkaufsmöglichkeiten besuchen.

Viel Spaß beim weiteren Erkunden
wünscht der Volker.