Wer hat sie nicht, die Angst oder zumindest ein gewisses Unwohlsein beim Zahnarzt. Und da geht es doch oft eher um das Thema Schmerzvermeidung statt Schmerzbehandlung. Oft kommen diese negativen Bilder zum Zahnarztbesuch schon aus Erlebnissen aus der Kindheit. Zumindest bei mir ist das so. Meine Eltern haben das Thema Zahngesundheit viel zu spät erkannt. Das hat bei mir dazu geführt, dass die ersten Besuche in meiner Kindheit mit viel Schmerz beim Bohren verknüpft sind und es da viel Respekt von meiner Seite gibt.
Und wenn diese Emotionen erst einmal verankert sind, braucht es schon viel Überwindung für einen Zahnarztbesuch.
Was ist wichtig bei der Auswahl des Zahnarztes?
Ich gehe da einmal von mir selbst aus. Neben Fachkompetenz in der Praxis sind für mich zwei Dinge wirklich wichtig, die auch im Zusammenhang mit meiner Zahnarzthistorie stehen. Das ist zum einen Vertrauen. Ich muss meinem Zahnarzt vertrauen, darauf vertrauen, dass er mir hilft und dass es mir nach dem Besuch besser geht. Und darauf vertrauen, dass er fachlich die richtige Entscheidung trifft, wie er mich behandelt. Und zum zweiten wünsche ich mir Ehrlichkeit. Ehrlich zu sagen, das ist zwar betäubt, kann aber trotzdem einmal kurz weh tun.
Und zum Glück hatte ich die letzten Jahre die Möglichkeit genau diese Zahnärzte zu finden und nachdem mein letzter Zahnarzt in Rente gegangen ist, schenke ich mein Vertrauen zum Thema Zahngesundheit einer sehr kompetenten und einfühlsamen Zahnärztin und ihrem Praxisteam.
„Gerade Männer neigen dazu, Zahnarztbesuche aufzuschieben. Doch ab 50 gilt: Regelmäßige Checks sparen Schmerzen, Zeit und Geld.“
Zahngesundheit ab 50: Zwei wertvolle Tipps von der Zahnärztin meines Vertrauens die Männer wirklich brauchen.
Mit 50 beginnt für viele Männer ein neuer Lebensabschnitt: mehr Gelassenheit, mehr Erfahrung – aber auch neue gesundheitliche Herausforderungen. Was viele unterschätzen: Die Zähne altern mit. Hier kommen zwei praxisnahe Empfehlungen, die Männer über 50 unbedingt kennen sollten, um ihre Zahngesundheit langfristig zu schützen.
1. Entzündungen ernst nehmen – sie sind gefährlicher, als man denkt
Ab 50 steigt das Risiko für Parodontitis deutlich. Das ist nicht nur ein Problem für das Zahnfleisch, sondern für den ganzen Körper. Entzündetes Zahnfleisch ist kein kosmetisches Problem – es erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Entzündungen entstehen mit zunehmendem Alter schneller und dauern länger, da das regulierende Immunsystem ebenfalls altert.
Typische Warnsignale für Entzündungen im Mund sind:
- Zahnfleischbluten
- geschwollenes Zahnfleisch
- Schmerzen
- Mundgeruch
- locker werdende Zähne
Wer solche Symptome bemerkt, sollte nicht warten, sondern zeitnah zur Kontrolle gehen. Parodontitis lässt sich gut behandeln, wenn Mann früh genug reagiert.
2. Zähne, Füllungen und Zahnersatz regelmäßig überprüfen lassen.
Mit den Jahren altern nicht nur die Zähne, sondern auch Kronen, Brücken und Füllungen. Kleine Defekte bleiben oft unbemerkt, können aber große Schäden verursachen.
Was kann Mann tun?
- mindestens einmal jährlich eine gründliche Kontrolle
- professionelle Zahnreinigung durch dafür speziell fortgebildetes Fachpersonal
- Röntgenbilder aller zwei bis drei Jahre, um versteckte Probleme zu erkennen
- bei Knirschen eine Schiene anfertigen lassen – sie schützt Zähne und Zahnersatz
Gerade Männer neigen dazu, Zahnarztbesuche aufzuschieben. Doch ab 50 gilt: Regelmäßige Checks sparen Schmerzen, Zeit und Geld.
„Zahngesundheit ist also kein Nebenthema – sie beeinflusst Wohlbefinden, Leistungsfähigkeit und sogar das Herz. Männer über 50 profitieren enorm davon, wenn sie Entzündungen ernst nehmen und ihre Zähne regelmäßig kontrollieren lassen. Kleine Routinen machen hier den großen Unterschied.“

Volkhers Erfahrungen mit elektrischen Zahnbürsten.
Wie putzt man(n) Zähne? Aus meiner Sicht gibt es da sicher keinen Königsweg und jeder hat beim Zähne putzen seine Rituale oder Vorlieben. Am Ende ist es doch wichtig, dass Zähne gepflegt und erhalten werden, und das nicht nur aus Kosten- oder optischen Gründen.
Hier geht’s zu einer Studie von 2019: https://www.imeonline.de/wissenschaftlicher-informationsdienst/detail/elektrische-zahnbuersten-tragen-langfristig-dazu-bei-zahnfleischentzuendungen-und-zahnverlust-zu-minimieren/
Ich selbst war viele Jahre ein manueller Putzer, bis meine Frau statt einer einzelnen Schallzahnbürste einen Doppelpack einer Phillips Sonycare bestellt hat. Und natürlich habe ich mich überzeugen lassen.
Was macht den Unterschied? Wenn ich unterwegs bin, putze ich oft noch klassisch per Hand und stelle dann doch nach 3-4 Tagen fest, dass die Zahnoberfläche sich doch etwas belegter anfühlt im Gegensatz zum elektrischen Putzen. Und was ich noch festgestellt habe, ist, egal ob klassische Zahnbürste oder elektrische: Wenn der Bürstenkopf nichts mehr taugt, bringt beides nicht mehr das gewünschte Ergebnis. Deshalb regelmäßig wechseln.
Meine Empfehlung heißt hier einfach ausprobieren und Erfahrungen sammeln. Ich habe gute Erfahrungen mit elektrischen Schallzahnbürsten von Philips gemacht. Wer sich da gern einmal informieren möchte klickt einfach diesen Link: https://www.philips.de/c-m-pe/elektrische-zahnbuersten
Und wenn es um die Preise beim Kauf geht, sage ich nur, umschauen und vergleichen lohnt sich immer.
Ich wünsche allen eine zahnarztfreundliche Zeit.
Volker Leistner